ARTist 3 + 5 getestet vom Magazin Sound & Recording

Tests

Berlin, 8. Oktober, 2011

Das Magazin Sound & Recording testete in seiner Septemberausgabe 2011 ausführlich die Multimedia-Lautsprecher ARTist 3 und ARTist 5. Lesen Sie hier einige Auszüge aus dem Test:

Kompakte Monitore mit USB-Interface und neuem X-ART Air Motion Transformer als Hochtöner

[…] Beide Monitore sind echte voll aktive 2-Weg-Systeme mit Endstufenleistungen von 2×40 W bzw. 2×75 W Peak. Auf der Rückseite finden sich je ein symmetrischer Eingang auf XLR, ein unsymmetrischer mit Cinchbuchse sowie ein USB-Interface. Auf der Vorderseite ist ein weiterer Eingang mit einer 3,5-mm-Klinkenbuchse angebracht. Alle Eingänge mit Ausnahme der symmetrischen können in Stereo an einer Box angeschlossen werden, die dann den zweiten Kanal via Link-Ausgang an die zweite Box weitergibt. Der erste Monitor agiert dann als Master für die gemeinsame Lautstärkeregelung mit dem großzügig dimensionierten Volumen-Steller auf der Front. Grundsätzlich verfügen alle Monitore über die komplette Ausstattung und können beliebig kombiniert werden. Es gibt somit keine explizierten Master- oder Slave-Modelle.

Die aus MDF gefertigten Gehäuse der ARTist-Modelle sind in Schwarz oder Weiß mit einer edlen Hochglanzlackierung erhältlich und machen sich so auch optisch außerhalb einer rein technischen Umgebung gut. Für die Aufstellung auf dem Schreibtisch neben dem Bildschirm gibt es für die ARTist 3 einen speziellen kleinen flachen Ständer, der die Box leicht nach oben neigt und somit in eine günstige Position zum Hörer bringt, womit sich echtes Nearfield-Monitoring der feinsten Art auf jedem Schreibtisch realisieren lässt.

Im Innern geht es nicht weniger ordentlich zu als äußerlich. Die Fotos mit geöffneter Rückwand zeigen eine sauber aufgebaute Elektronik mit einer zuverlässigen Abdichtung aller Buchsen und Schalter sowie in Schaumstoffschläuche gehüllte Kabelstränge, ähnlich wie man es aus der KFZ-Elektrik kennt, womit Klappergeräusche vermieden werden. Alle Schrauben sind versiegelt und die Steckanschlüsse sorgfältig gesichert. So sollte es sein, wenn man lange Freude an einem Monitor haben möchte. […]

Hörtest

Der Hörtest geriet trotz der schon vorliegenden Messergebnisse noch zu einer echten Überraschung. Die Messergebnisse erzeugten bereits eine hohe Erwartungshaltung, die dann aber noch einmal deutlich übertroffen wurde. Die Höhenwiedergabe kann ohne Übertreibung mit sensationell gut bezeichnet werden, die Bässe sind für die Größe der Artist erstaunlich präsent und bei höheren Pegeln noch gut mit im Rennen (auch für die Artist 3), und die räumliche Abbildung bzw. Quellenortung in der Wiedergabe ist perfekt. Durch die leichte Höhenanhebung klingt die Artist 5 im Vergleich zur Artist 3 schon beinahe etwas zu kräftig in den Höhen, was sich aber schnell über den High-EQ anpassen lässt bzw. sich je nach Aufstellung schon von selber erledigt.

Fazit

Mit den Modellen Artist 3 und 5 ist ADAM ohne jede Übertreibung ein großer Wurf gelungen. Der neue X-ART-Hochtöner ist nicht nur neu und anders, sondern einfach noch mal deutlich besser als sein Vorgänger. Neben diesem herausragenden Alleinstellungsmerkmal bieten die kleinen Monitore selbstverständlich auch noch sehr gute Tieftöner, eine hochwertige Elektronik, reichhaltige und sinnvolle Anschlussmöglichkeiten sowie eine exzellente Verarbeitung und zwar äußerlich und auch im Innern, was nicht immer selbstverständlich ist. Mit Paarpreisen von 700 bzw. 920 Euro sind die ARTist nicht unbedingt Schnäppchenangebote in dieser Größenklasse, aber in Relation zur gebotenen Leistung eine aktuell kaum zu überbietende Empfehlung.

Sound & Recording, Ausgabe 09/2011