S6X.jpg

Main Monitore: S6X & S7A Mk2

Die Main Monitore S6X und S7A Mk2 wurden für große Regieräume und Filmstudios entwickelt. Sie folgen einem neuen, bestechenden Konzept, um den einzigartigen Wiedergaberealismus der ADAM Monitore in höhere Schalldruckbereiche zu übersetzen. Dem entsprechend wurde die bei gewöhnlichen Main Monitoren häufig zu beobachtende Überfrachtung des Klangbildes im Bassbereich vermieden. Wesentlich für ein möglichst neutrales Klangbild bei großen Lautstärken ist ferner, die Abstrahlcharakteristik horizontal breit erfolgen zu lassen und vertikal eine moderate Bündelung zu erreichen, um den Einfluss von Decken- und Bodenreflexionen zu minimieren.

Erweitertes D‘Appolito-Konzept

Insgesamt 7 Einzellautsprecher wurden so angeordnet, dass allmähliche Übergänge in der Chassisgrösse möglich waren. Des weiteren wurde eine horizontale Symmetrie gewählt, die als erweiterte D´Appolito-Anordnung verstanden werden kann. Die bei einer solchen Anordnung im Zusammenhang mit geeigneten Übergangsfrequenzen und Filtersteilheiten entstehenden Abstrahlmuster führen zu einer homogenen Wiedergabe im Bereich der horizontalen Mittellage. Gleichzeitig vermindern sie die vertikale Dispersion, so dass Reflexionen von der Decke, dem Boden oder dem Mischpult stark vermindert werden. Die so genannten „early reflections“ können das Klangbild weniger stören, was zu einer deutlich besseren Stereolokalisierung sowie einem plastischeren Klangbild führt.

Impulse Coupling

Ein weiterer wesentlicher Entwicklungsfortschritt liegt im Einsatz von so genannten AluCore®-Platten, besonders harten Aluminium-Sandwich-Platten mit Aluminium-Bienenwabenkern. Alle Chassis der S6X und S7A Mk2 sind auf solchen Platten montiert, welche eine beträchtlich verbesserte mechanische Kopplung zwischen Lautsprecher und Gehäuse bewirken. Die insbesondere bei kräftigen Impulsen von den Chassis auf das Gehäuse einwirkenden Kräfte werden genauer übertragen, das Impulse Coupling wird optimiert.

Verstärker

Bislang hat es derart komplexe Spitzenmonitore noch nicht in aktiver Bauweise gegeben. Das bis dato nicht zu lösende Problem bestand in den bei Verstärkern höherer Leistung auftretenden Erwärmungen. Bei den in den letzten Jahren deutlich verbesserten PWM-Verstärkern (=Pulse Width Modulation) muss nur noch ein Fünftel der Wärmeleistung abgeführt werden, ein Durchbruch im Sinne der Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Nur so können sowohl die S6X mit insgesamt 1000 Watt Leistung als auch die S7A Mk2 mit 1500 W Gesamtverstärkerleistung komplett in Studiowände eingebaut werden, da alle Wärme nach vorne abgegeben wird und die Temperaturen der Kühlkörper dabei stets moderat bleiben.

Zusammen mit den eingebauten Schutzschaltungen führen die niedrigen, gleich bleibenden Temperaturen dieser Verstärker zu einer Betriebssicherheit, wie sie herkömmliche AB-Verstärker nicht erreichen.

Der S6X: Kraft und Präzision

Eine Fülle innovativer Ansätze verbunden mit kompromisslosem Aufwand an allen klanglich relevanten Stellen machen die S6X zu einem der anspruchsvollsten und größten Aktivmonitore, die derzeit erhältlich sind.

Bereits das Konzept mit waagerechter Symmetrie achtet auf harmonische und großzügige Membrangrößenverhältnisse, um nicht nur einen linearen Frequenzgang, sondern auch ein homogenes dynamisches Verhalten über den gesamten Bereich zu erzielen. Umfangreiche Kontrollmöglichkeiten an der Vorderseite gestatten die Adaption an akustisch unterschiedliche Verhältnisse oder persönlichen Geschmack.

Verstärker

Die eingebauten Verstärker sind auf kurzem Wege an die jeweiligen Chassis gekoppelt, die Vorteile der Aktivtechnik werden nicht durch entfernt liegende Verstärkereinheiten relativiert.

Den 12” Tieftönern ist jeweils ein 500 W Verstärker zugeordnet, die anderen Frequenzbereiche werden jeweils mit 250 W Einheiten abgedeckt.

Dieser Main Monitor bietet höchste Präzision in verschwenderischer Fülle: SPL-Spitzen weit jenseits der 120 dB kommen ohne Kompression oder Aggressivität, er ist eine erstklassige Wahl für große Regien und alle Film- oder Tonstudios.

Kontrollfeld (S6X und S7A Mk2)

Neben der Eingangsempfindlichkeit, die sich um ±10 dB verändern lässt, gibt es vier weitere Pegelregler, welche die einzelnen Verstärkergruppen beeinflussen. Shelve Filter an den beiden Enden des Frequenzspektrums sowie drei vollparametrische Equalizer helfen bei der Kompensation stehender Wellen im Kontrollraum. Die EQs können einzeln oder insgesamt eingeschleift werden, so dass ihre Wirkung unmittelbar geprüft werden kann.

In großen Filmregien kann es wünschenswert sein, den späteren Kinosound zu simulieren. Entsprechend dem ISO 2969 Standard wird dafür die Dolby® X-curve verwendet. Dieses Filter bedeutet einen 3 dB / Oktave Abfall, beginnend bei 2 kHz. Unterhalb der vorderen Eingangsbuchse befindet sich ein Wahlschalter, mit dem ein entsprechender
Frequenzgang erzielt wird. Dadurch entfällt der Einsatz externer Prozessoren bei der Filmmischung.

Zusätzlich zum rückseitigen Input gibt es einen weiteren, per Knopfdruck einschaltbaren XLR-Eingang an der Vorderseite, um die Arbeit mit dem Monitor unabhängig von der jeweiligen Aufstellung zu ermöglichen. Im Servicefall können die Monitore an ihrem Platz verbleiben. Alle LEDs sind durch zwei Helligkeitsstufen regulierbar.