In den letzten Jahren hat die Verstärkertechnik einen ähnlich großen Entwicklungssprung erfahren wie bei der Umstellung von Röhren- auf Transistortechnik vor ca. 40 Jahren. Zwar sind es nach wie vor Halbleiterschaltungen, welche die Verstärkung bewirken, aber Art und Weise der Signalverstärkung sind radikal anders.
PWM, die sogenannte Pulse Width Modulation oder Pulsbreitenmodulation, manchmal auch als “Class D” oder “Digitale” bezeichnet, konvertiert das Eingangssignal in aneinandergereihte Rechtecke gleicher Höhe. Die Breite, englisch: width, variiert im Verhältnis zur Signalstärke, also dessen Amplitude, und repräsentiert so das Musiksignal. Eine solche Signalform läßt sich viel einfacher verstärken, da die Transistoren nicht mehr moduliert werden, sondern nur noch als Ein- und Ausschalter fungieren. Für den Fall einer Sinuswelle sieht das wie folgt aus:

Sogar ein rein mechanischer Schalter könnte diese Arbeit machen, aber Leistungstransistoren sind die bessere Wahl für diese Aufgabe, daher sehen PWM Verstärker immer noch sehr ähnlich aus wie die bisher dominierenden Class AB genannten Verstärker. Es sind keine Bits und Bytes im Spiel, die Bezeichnung digitaler Verstärker ist insofern irreführend.
Der Hauptvorteil von PWM Ver-stärkern ist ihr fast idealer Wirkungsgrad von über 90 %. Daher muß nur etwa ein Fünftel der Wärme bisheriger Verstärker abgeführt werden.
Dieses Prinzip ist schon seit vielen Jahrzehnten bekannt, aber erst neuere Halbleiter und einige ingeniöse Ideen ermöglichten es, auch klanglich an die Spitze zu gelangen. ADAM nutzt PWM sowohl für die Verstärkung als auch für die Stromversorgung, daher haben die Verstärker stabilierten Versorgungsspannungen und keinen Transformator. So ergeben sich die besten Voraussetzungen für klanglich überlegene Studio Monitore.