Accelerating Ribbon Technology

Die ART (=Accelerating Ribbon Technology) Hoch- und Mitteltöner, basierend auf dem von Dr. Oskar Heil entwickelten Air Motion Transformer, gehen ganz neue Wege im Bewegungsablauf, um die Musikwiedergabe zu verbessern. Hier besteht die Lautsprechermembran aus einer lamellenförmig gefalteten Folie, deren einzelne Lamellen sich im Takt des eingespeisten Musiksignals öffnen und schließen, so daß die Luft entsprechend eingesogen und ausgestoßen wird.

Damit ist das allen anderen Antriebsprinzipien gemeinsame Kolbenprinzip überwunden, das stets nur einen 1:1 linearen Zusammenhang zwischen Membran- und Luftgeschwindigkeit ermöglicht. Alle anderen Lautsprecher dieser Welt, seien es schwingspulgetriebene, Magneto- oder Elektrostaten, auch Piezo- oder Magnetostriktionslautsprecher arbeiten mit diesem linearen Antrieb, das heißt die Membran setzt ihre Bewegungen 1:1 in Luftdruckschwankungen um, Membran- und Luftgeschwindigkeit sind identisch. Dies ist insofern problematisch, als daß die Luft der im Vergleich zu ihr selbst schweren Antriebsmechanik extrem wenig Widerstand entgegensetzt; im elektrischen Ersatzschaltbild spricht man von schlechter Anpassung zwischen Quelle und Last. Diese Fehlanpassung ist einer der wesentlichen Gründe für den schlechten Wirkungsgrad von 1-2%, den wir bei Lautsprechern zu beklagen haben.

Die Grundidee der ART Technologie überwindet dieses Problem, da durch die Membranfaltung eine Geschwindigkeitstransformation erreicht wird, die bei den vorliegenden Hoch- und Mitteltönern etwa 4:1 beträgt. Ähnlich wie sich beim Atmen der Brustkorb nur langsam hebt und senkt, die Luft aber schnell ein- und austritt, so treiben ART Membranen die Luft schneller in ihre oder aus ihren Falten als sie sich selbst bewegen. Neben diesem Transformationsvorteil ist noch die Auflösung der Gesamtmembran in einzelne, flächig angetriebene Teilmembrane hervorzuheben. So werden die Probleme des Aufbrechens der Gesamtmembran speziell zu höheren Frequenzen hin vermieden; die besonders bei Kalotten einsetzende Dynamikbegrenzung bleibt aus.